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Die Vorteile eines Waldkindergartens


Vier Stunden täglich Bewegung infrischer Waldluft: Die erholsame Umgebung stärkt nachweislich das Immunsystem. Die Kinder sind weniger infekt- und allergie anfällig. Darüber hinaus beugt es den in unserer heutigen Sitzkultur zunehmend auch schon in Kindheit und Jugend auftretenden Haltungsschäden vor.

Eine "Kindheit in der Natur", ein nahezu grenzenloser Raum, sich frei zu bewegen: Der natürliche Bewegungsdrang der Kinder kann ungehindert ausgelebt werden.

Kinder, die in ihrer Entwicklung verzögert sind, z.B. sich nicht altersgemäß bewegen oder sprechen, werden durch den Waldkindergarten in ihrer Entwicklung positiv beeinflusst.

Das Spielen in der Natur födert nicht nur die Grobmotorik (laufen, klettern, balancieren ...), sondern auch die Feinmotorik, denn gerade die Natur bietet vielfältiges Material, das vorsichtig und geschickt angefasst, auseinandergenommen oder zusammengefügt werden muss.

Stille kann im Wald wieder erlebt werden. Sie ist in unser heutigen hektischen und Reizüberfluteden Welt von unschätzbarem Wert geworden. Die Kinder erlangen Stabilität durch innere Ruhe, Konzentrationsfähigkeit und eine Differenzierung des Wahrnehmungsvermögens.

Im Waldkindergarten wird vielen Verhaltensauffälligkeiten vorgebeugt und entgegengewirkt.
Unmittelbares Erleben, eigene Erfahrungen mit allen Sinnen (Sehen, Hören, Riechen, Tasten) geben Selbstwertgefühl und insbesondere emotionale Ausgeglichenheit. Nicht vorgefertigte Spiele und keine übermäßig vorstrukturierte Programmgestaltung veranlassen die Kinder, aus sich selbst heraus Ziele zu stecken, Wege zu suchen, Spiele zu erfinden. Dies ist insbesondere in unserer heutigen Konsum- und Mediengesellschaft enorm wichtig, um als Kind, als Jugendlicher und später als Erwachsener auch in Problemsituationen eigenständig und selbst initiativ reagieren und handeln zu können.

Ein Kindergarten ohne "Tür und Wände", ohne Raumlärm und Beengungen hilft, dass sich Aggressionen gar nicht erst aufstauen, sondern sich auf angemessene Weise kreativ umwandeln.

Waldkinder sind neugierig und aufgeweckt, sie lernen im Wald, sich mit allen Sinnen auf eine Sache zu konzentrieren.

Die wohltuende Umgebung des Waldes regt die Kinder an, sich nur intensiv mit der Umgebung, sondern auch mit anderen Kindern zu beschäftigen. So haben sich Kinder im Wald viel zu erzählen, sind hilfsbereit und hören einander zu. Schüchterne Kinder kommen aus sich heraus, temperamentvolle Kinder können sich austoben. Jedes Kind findet seine "Nische im Wald" und einem - dem Altern entsprechenden Interessen- und Fähigkeiten nachgehen.

Die Kinder lernen umweltbewusstes Handeln, der behutsame Umgang mit jeder Art von Leben wird im unmittelbaren Erleben begriffen. Sachliche Erklärungen der Natur allein können niemals eine solch verständnisvolle Beziehung zur Natur wecken wie ein Leben in der Natur. Und umweltliebende Kinder werden umweltbewusste Erwachsene.

Sie begreifen die komplexen Zusammenhänge der Natur und lernen, den jahreszeitlichen Rhythmus der Pflanzen- und Tierwelt, lernen Zahlen, Farben und Formen kennen und werden so auf ganz natürliche Weise neugierig, motiviert und lernwillig. Sie werden in idealer Weise auf die Schule vorbereitet, den die Natur ist die beste Lehrmeisterin.
















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